Um das Überleben des Waldschlößchenviertels zu ermöglichen, haben einige Anlieger an den Dresdner Stadtrat die folgende Petition gerichtet:

Initiative Wohnen am Waldschlösschen
Sprecher: Dr. Karl Hofmann, Radeberger Str. 50, 01099 Dresden
Tel. O172/7745454 3.10.2009

Über den Petitionsausschuss an den Auschuss für Stadtentwicklung und Bau der Landeshauptstadt Dresden
z.Hd. Frau Vorsitzende Christa Müller Postfach 120020 01001 Dresden
E-mail: hhauptmann@dresden.de

Erhaltung der Parkmöglichkeiten am Waldschlösschen

Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin,
sehr geehrte Damen und Herren Stadträte!

Anlagen:
1. unser Antrag vom 15.2.09
2. unsere Antragsergänzung vom 2.3.09
3. Bilder von der Verkehrssituation Radeberger Str.


Auf unseren an den Stadtrat der Landeshauptstadt Dresden gerichteten Antrag vom 15.2.09 erhielten wir von der Verwaltung ein abschlägiges Schreiben. Dieses Schreiben vom 25.3.2009 erhielten wir erst am 13.8.09 auf telefonische Anfrage. Bei der Beurteilung des Sachverhalts durch die Stadtverwaltung kann es nicht sein Bewenden haben. Dies ist auch die Meinung einer Reihe von Stadträten, zu denen wir Verbindung aufgenommen haben.

Wir wiederholen daher unsere an den Stadtrat gerichtete Eingabe vom 15.2.2009 mit dem Antrag, diesen als Petition dem Petitionsausschuss und dem Bauausschuss vorzulegen.

Begründung:
Es ist nicht hinnehmbar, dass ein um die Jahrhundertwende entstandenes, denkmalgeschütztes und dicht besiedeltes Gebiet der Parkmöglichkeiten beraubt wird, die ohnehin schon sehr beengt sind! - 2 - Die in geschlossener Bauweise angeordneten Gebäude haben durchschnittlich eine Breite von 14 bis 15 Metern. Beim Schrägparken, was an der Waldschlösschen-strasse seit Menschengedenken stattfindet, bedeutet dies eine Abstellmöglichkeit für 5 bis 6 Pkws pro Frontlänge (siehe Anlage Bildtafeln). Bei Längsparken, wie dies im Plan für die Waldschlösschenbrücke dargestellt ist, würden pro Hausbreite maximal 2,5 Stellplätze übrigbleiben. Wenn das eine oder andere Bäumchen dazukommt, was sicher sinnvoll ist, verblieben ca. 2 Parkplätze pro Anwesen. Jedes dieser Häuser hat 8 bis 10 Mietwohnungen, die gleiche Anzahl kommt hinzu für die Rückgebäude. Lediglich ein einziges Haus, das Anwesen des Unterzeichneten, die Radeberger Str. 50, hat kein Rückgebäude. Damit verblieben nach der Planung für ca. 16 bis 20 Wohneinheiten gerade mal 2 Parkplätze, eine unzumutbare Einschränkung! Nach den Berechnungen der Stadtverwaltung würden die bisher vorhandenen 177 Stellplätze auf 53 reduziert, also um mehr als zwei Drittel !!!

Das von der Verwaltung herangezogene Argument, die benachbarte Tiefgarage der Bayerischen Hausbau sollte stärker ausgelastet werden, kann nicht überzeugen. Diese Tiefgarage ist für die meisten Gebäude zu weit entfernt und die Nutzung zu teuer. Wenn sich der eine oder andere dort eine Tiefgarage anmietet, wird dies selbstverständlich begrüßt. Wir haben jedoch kein Verständnis dafür, dass ein einzelner Großinvestor Planungsvorgaben in dieser Art und Weise beeinflusst. Wenn diese Planung nicht korrigiert wird, bedeutet dies, dass die Wohnungen in der Radeberger und in der Waldschlösschenstraße nicht mehr vermietbar sind. Schon jetzt sind sie wegen der Auswirkungen dieser Planung nur noch zu Schleuderpreisen an den Mann zu bringen. Allein schon der konzentrierte Baustellen- und Umleitungsverkehr hat dazu geführt, dass immer mehr Mieter die Flucht ergreifen und erhebliche Leerstände entstehen. Wenn diese Situation durch Vernichtung der Parkplätze noch weiter verschärft wird, sind die Anwesen nicht mehr zu halten. Schließlich haben die Eigentümer dieser Objekte je ca 1,5 Mill. DM , und zwar jeweils für Vorder- und Rückgebäude gesondert, investiert. Es dürfte auch nicht im Sinne des Dresdner Stadtrats sein, diese Objekte in den wirtschaftlichen Ruin zu stürzen! Das Argument, dass Anlieger keinen Rechtsanspruch auf Stellplätze haben, kann nicht überzeugen. Schließlich haben alle Eigentümer, wenn auch schon vor langer Zeit diese Flächen als Gehsteig und Stellplatzflächen abgetreten. Auch - 3 - Großinvestoren, wie die Bayerische Hausbau haben keinen Rechtsanspruch auf solche Begünstigungen aus einer Planung, die auf dem Rücken der kleineren Investoren ausgetragen werden.

Dr. Karl Hofmann (Sprecher)
Für die Initiative: Dr. Karl Hofmann
Radeberger Str. 50

Thomas Girke
Radeberger Str. 54

Elisabeth Grimmer
Radeberger Str. 48

Peter und Andreas Giller
Waldschlösschenstraße 24

Frank Stabenow
Waldschlösschenstraße22








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